Kurz bevor ich zum dritten Mal schwanger wurde, habe ich angefangen, mir ein Vision Board zum Thema Kinderwunsch zu basteln. Manche von Euch kennen diese Form der Visualisierung vielleicht aus dem Buch oder dem Film „The Secret“.  Das Vision Board ist eine Collage aus Bildern, Stichworten und Affirmationen rund um die eigenen Ziele und Wünsche. In unserem Fall also um den Wunsch, schwanger zu sein.

Bei einem Vision Board geht es darum, dass man sein Leben im wahrsten Sinne des Wortes selbst gestalten kann. Du bist nicht machtlos und musst einfach abwarten, was im Leben wohl so auf Dich zukommt. Gerade beim Thema Kinderwunsch fühlt es sich aber manchmal genauso an. Umso wichtiger ist es, dass du auf einem Vision Board eine möglichst inspirierende und konkrete Vision von Deiner künftigen Schwangerschaft oder auch Deinem Baby entstehen lässt.

Wie bin ich dabei vorgegangen?

1. Schritt: Ideen sammeln

Zunächst habe ich wie bei einem klassischen Brainstormingüberlegt, wie ich meinen Wunsch, glücklich schwanger zu sein und ein Baby zu bekommen wohl am besten mit Bildern und Texten darstellen kann. Spontan fielen mir ein:

  • Ein positiver Schwangerschaftstest
  • Ein Foto von mir, auf dem ich richtig glücklich aussehe
  • Ein Bild von meinem Mann und mir (quasi als Sinnbild für unsere entstehende Familie)
  • Ein Bild von den Bergen, weil ich mich beim Bergwandern immer besonders entspannt fühle
  • Postkarten mit motivierenden Sprüchen (insbesondere zum Thema Durchhalten)

Vielleicht suchst Du auch nach Bildern von Schwangeren oder Müttern, die möglichst gut, das Lebensgefühl transportieren, das Du in dieser Phase dann gerne empfinden möchtest?

2. Schritt: Vision Board gestalten und aufhängen

Als erstes brauchst Du hierfür eine Unterlage. Ich habe mich für ein DIN-A2 große, farbige Pappe entschieden. Du kannst aber auch eine Korktafel nehmen. Anschließend habe ich zum Teil eigene Fotos, zum Teil Bilder aus Zeitschriften zusammengesucht und bin wegen der Postkarte mit motivierenden Sprüchen in ein Buchgeschäft gegangen. Pinterest könnte aber bestimmt auch eine gute Quelle sein.

Danach musst Du Dich nur noch entscheiden, wie Du die Bilder und Textausschnitte anordnen möchtest. Es gibt dabei keine Regeln. Folge einfach Deiner Intuition. Und Du brauchst Dir allein deshalb keine allzu großen Gedanken machen, weil ein Vision Board niemals ganz fertig ist. Du kannst also jederzeit etwas hinzufügen oder wieder rausnehmen.

Jetzt musst Du nur noch einen Platz finden, an dem Du DeinVision Board täglich möglichst häufig sehen kannst – z. B. über dem Schreibtisch oder auch an der Badezimmertür. Ich habe mein Vision Board an unserem Flipchart im Wohnzimmer befestigt.

3. Schritt: Das Vision Board in den Alltag integrieren

Immer wenn ich an meinem Vision Board vorbeigekommen bin und zufällig draufgeschaut habe, hat mich allein das schon sofort glücklich gemacht. Im Laufe der Kinderwunschzeit kommen einfach so viele negative Gefühle wie Angst, Trauer und Enttäuschung hoch, dass es einfach schön ist, mal wieder eine neue, positive Perspektive auf das Thema zu bekommen.

Ich wollte aber noch einen Schritt weiter gehen und habe das Vision Board als Ausgangspunkt zum Meditieren genutzt. Dazu habe ich ca. 5 Minuten pro Tag mein Vision Board zunächst betrachtet und dann die Augen geschlossen und versucht mir möglichst konkret auszumalen, wie mein ideales Leben als Schwangere oder Mutter wohl aussehen könnte. Dabei habe ich mir auch einzelne Szenen vorgestellt, z. B. wie ich auf unserem Sofa sitze und unser Neugeborenes im Arm halte. Je stärker Deine Gefühle beim Meditieren sind, desto schneller geraten die Bilder in Dein Unterbewusstsein. Nachdem ich einige Zyklen eher der Auffassung war „Das klappt doch sowieso nie“, hat mir das Meditieren geholfen zu erkennen, dass zumindest noch alles offen ist.

Fazit

Wichtig ist mir noch am Ende zu betonen, dass ich wirklich kein esoterischer Mensch bin. Ich denke nicht, dass man nur durch ein Vision Board ein Baby „anzieht“ und auf magische Weise schwanger wird. Mir ging es vielmehr darum, die Abwärtsspirale aus negativen Gedanken und Gefühlen zu durchbrechen und mich wieder für die Möglichkeit zu öffnen, dass am Ende doch noch alles gut wird.

Hast Du auch schon ein Vision Board? Was machst Du damit im Alltag?

Ich freue mich auf Deine Kommentare und wünsche Dir eine baldige Schwangerschaft!

Deine

Julia Cathérine